Stellungen - Tritte - Handtechniken - Würfe

Die wichtigsten Stellungen

Abb. 1: ‘Ma Bo’ - Ma Bu
馬步 - Pferdereiterstellung

 

Abb. 2: ‘Dang San Bo’ - Deng Shan Bu
登山步 - Bergklettererstellung

 

Abb. 3: ‘Kua Fu Bo’ - Kua Hu Bu
跨虎步  - Tigerreiterstellung

 

Abb. 4: ‘Tsat Hsing Bo’ - Qi Xing Bu
七星步 - Sieben Sterne Stellung

 

Abb. 5: ‘Tai (Ma) Bo’ - Ti Ma Bu
提馬步 - Aufbäumende Pferdestellung

 

Abb. 6: ‘Yab Wan Bo’ - Ru Huan Bu
入環步 - Kreiseintrittsstellung

 

Abb. 7: ‘Nao Ma Bo’ - Niu Ma Bu
扭馬步 - Eingedrehte Pferdestellung

     und  'Tao Bo' - Tou Bu
偷步 - Diebesstellung
Abb. 8: ‘Tong Ta Bo’ -  Tun Ta Bu
吞蹋步 - Einfallende Stellung

 

Abb. 9: ‘Yuen Hao Bo’ - Yuan Hou Bu
猿猴步 - Affenstellung

 

Abb. 1 - ‘Ma Bo’ = Die Pferdereiterstellung   "als würde man auf einem Pferd reiten"


Die Füße stehen parallel zueinander.
Der Abstand beträgt ca. 4 Fußlängen.
Die Unterschenkelschenkel stehen senkrecht zum Boden.
Die Knie sind nach außen gedreht und der gesamte Unterkörper bildet einen stabilen Bogen (Halbkreis).
Die Hüfte steht parallel zu den Beinen.
=> Kraftübertragung
zur Seite (von der Hüfte aus gesehen)!

Abb. 2 - ‘Dang San Bo’ = Die Bergkletterstellung


Die Füße stehen parallel zueinander, aber ca. 45° zur Verbindungslinie (der beiden Füße).
Das vordere Bein ist gebeugt und das hintere Bein gestreckt.
Die Hüfte ist nach vorne
ausgerichtet (Hüfte steht 90° zu den Beinen).
=> Kraftübertragung nach vorne (von der Hüfte aus gesehen)!

Abb. 3 - ‘Qua Fu Bo’ = Die Tigerreiterstellung   "als würde man auf einem Tiger reiten"


Der vordere Fuß berührt den Boden nur mit den Zehen ohne Gewicht.
D. h. es kann sofort, ohne weitere Gewichtsverlagerung, ein schneller Tritt ausgeführt werden.
Das hintere Bein ist gebeugt und trägt vollständig
das Körpergewicht.
Das vordere Bein schützt aber auch den gesamten Unterleib.

Abb. 4 - ‘Tsat Hsing Bo’ = Die Sieben-Sterne-Stellung


Der vordere Fuß berührt den Boden nur mit der Hacke.
Wir fixieren so z. B. einen gegnerischen Fuß, indem wir das Bein strecken und so direkt Kraft auf den Fuß geben.
Das hintere Bein ist gebeugt und trägt den größeren Teil des
Körpergewichtes.
Beide Oberschenkel sind eng zusammen und schützen so den Unterleib.

Abb. 5 - ‘Tai Ma Bo’ = Die Einbeinstellung


Wie der Name schon sagt, steht man auf einem (gestreckten) Bein.
Das andere Bein wird (mit über 90 Grad) angewinkelt.
Der Fuß schützt das Knie des Standbeines.
Die Spitze des Fußes zeigt nach unten.
Diese Stellung steht häufig für einen Kniestoß.

Abb. 6 - ‘Yab Wan Bo’ = Die Kreisantrittsstellung


Der vordere Fuß steht ca. 45° zur Verbindungslinie (der beiden Füße).
Das vordere Bein ist gebeugt.
Das Knie des hinteren Beines berührt die Achillesferse (aber nicht die Hacke - also nicht absetzen) des vorderen Beines.
Da das hintere Knie Kontakt mit den vorderen Bein hat, ist der Unterleib wieder geschützt.

Abb. 7 - ‘Nao Ma Bo’ = Die eingedrehte Stellung, Überkreuzstellung


Der vordere Fuß steht ca. 90° zur Verbindungslinie (der beiden Füße).
Der hintere
Fuß steht nur auf den Ballen.
Die Beine sind beide gebeugt.
Das Knie des hinteren Beines ist in der Kniekehle des vorderen Beines.
=> Kraftübertragung in eine Drehung!

(Diese Stellung wird
auch als "Tao Bo" bezeichnet wenn die Beine nicht in einer Vorwärtsbewegung eingedreht werden, sondern in einer Rückwärtsbewegung der Ballen des hinteren Fußes als "Stopper" abgesetzt wird. )

Abb. 8 - ‘Tong Ta Bo’ = Die umgekehrte Bogenstellung


Der vordere Fuß steht ca. 90° zur Verbindungslinie (der beiden Füße).
Der vordere Fuß steht ca. 45° (nach außen gedreht) zur Verbindungslinie.
Das vordere Bein ist gestreckt und das hintere Bein gebeugt.
Die Hüfte steht parallel zu den Beinen.
=> Kraftübertragung zur Seite (von der Hüfte aus gesehen)!
Diese Stellung steht häufig für einen tiefen Seitwärtsfußtritt der sonst im Stil nicht vorkommt da er zu großen Bewegungseinschränkungen für Folgetechniken führen würde.

Abb. 9 - ‘Yuen Hao Bo’ = Die Affenstellung


Der vordere Fuß wird vorne abgesetzt und der hintere Fuß wird nachgezogen.
Beide Füße sind vollständig am Boden und gebeugt (max. Kraftübertragung).
Die Stellung unterstützt einen kraftvollen Zug des gegnerischen Armes zur Seite (an der eigenen Hüfte vorbei).

 

Die wichtigsten Fußtechniken

Abb. 10: ‘Chuen Sam Toi’ - Chuan Xin Tui
 穿心腿 - Vorwärtsfußtritt

 

Abb. 11: ‘Liu Yam Toi’ - Liao Yin Tui
撩陰腿 - Halbkreisfußtritt

 

Abb. 12: ‘Bai Lin Toi’ - Bai Lian Tui
擺蓮腿 - Gestreckter Beinschwinger

 

Abb. 13: ‘Gua Choeng Toi’ - Gua Cheng Tui
掛撑腿 - Seitwärtsfußtritt

 

Abb. 14: ‘Shuen Fung Toi’ - Xuan Feng Tui
旋風腿 - Tornadotritt, 360 (Three-Sixty)

 

Abb. 15: ‘Tsa Toi’ - Zha Tui
扎腿 - Knietritt

 

Abb. 16: ‘Sab Tsi Toi’ - Shi Zi Tui
十字腿 - Spanntritt

 

Abb. 17: ‘Tsau Toi’ - Jiu Tui
揪腿 - Beinfeger
Abb. 18: ‘Sou Tong Toi’ - Sao Tang Tui
掃堂腿 - Tiefer Beinfeger

Das Knie wird bei fast allen Tritten zunächst nach oben gezogen - dadurch weiß der Gegner bis zur vollständigen Ausführung des Trittes nicht, welcher der vielen Tritte ihn nun treffen wird und kann sich daher logischerweise auch nicht auf den kommenden Tritt vorbereiten!

Abb. 10 - ‘Chuen Sam Toi’ = Der Vorwärtsfußtritt (wörtl. „Herz durchbohrender Tritt“)


Das Knie wird nach oben gezogen, danach wird (mit der Hacke) gerade nach vorne getreten.
=> Energie nach vorne!

Abb. 11 - ‘Liu Yam Toi’ = Der Halbkreisfußtritt (wörtl. „Tür-Zu-Tritt“ oder „Genitalientritt“)


Das Knie wird nach oben gezogen, danach wird die Hüfte seitlich eingedreht.
Der Tritt erfolgt seitlich und addiert die Kraft der Beine (Strecker) mit der Kraft der Hüftdrehung.
Damit der Tritt nicht "eingefangen" kann, wird das Bein nach dem Tritt durch eine "Schnapp-Bewegung" zurückgezogen und ist nun für die nächste Attacke bereit.

Abb. 12 - ‘Bai Lin Toi’ = Der gestreckte Beinschwinger („Lotus-Tritt“)


Das
Bein wird gestreckt in die Höhe "katapultiert". Hat es die entsprechende Höhe erreicht, wird die Hüfte schnell eingedreht (von innen nach außen oder von außen nach innen). Dadurch wird das kraftvoll gestreckte Bein wie eine Peitsche dem Gegner entgegen "geschleudert". Eine vernichtende Kraft die durch einen Zug des Beines nach unten noch verstärkt wird.

Abb. 13 - ‘Gua Choeng Toi’ = Der Seitwärtstritt


Das Knie wird nach oben gezogen, danach wird die Hüfte seitwärts in Richtung des Ziels eingedreht.
Der Stoß erfolgt mit der Hacke welche sich durch die Hüftdrehung "in den Gegner hinein bohrt".
In unserem Stil wird dieser Tritt nicht im Kampf angewendet (
zu große Bewegungseinschränkungen für Folgetechniken), sondern die tiefere Variante wird durch die Stellung "Tong Ta Bo" repräsentiert.
(Trotzdem ist es zur Entwicklung der Körperkraft und der Koordination sinnvoll diesen Tritt zu trainieren)

Abb. 14 - ‘Shuen Fung Toi’ = Der Tornadofußtritt


Das Knie wird nach oben gezogen und Körper wird gedreht (der Oberkörper arbeitet hier wie eine "Feder die aufgezogen wird) dadurch holt die Hüfte Schwung, das andere Bein schwingt gestreckt im Sprung (seitlich) gegen das Ziel.
Wie bei allen Tritten sollte auch bei diesem Drehtritt das Ziel (wenn überhaupt) nur minimale Zeit aus den Augen gelassen werden => also schnell drehen!

Abb. 15 - ‘Tsa Toi’ = Der Knietritt oder auch Dreieckstritt (wörtl. „Durchdringender Tritt“)


Das Knie wird nach oben gezogen und der Fuß leicht schräg nach außen gedreht. Danach "stampft" die Hacke mit aller Kraft der Beinstrecker gegen das Knie des Gegners und zerstört dieses!

Abb. 16 - ‘Sab Tsi Toi’ = Der Vorwärtsfußtritt (wörtl. „Kreuztritt“)


Das Knie wird nach oben gezogen und die Spitze (mit Spann) des gestreckten Fußes trifft den Gegner mit einer "Schnappbewegung" im Genitalbereich

Abb. 17 - ‘Tsau Toi’ = Der Beinfeger  (wörtl. „erfassender Tritt“)


Alles passiert gleichzeitig: Die Hüfte dreht sich seitlich ein - das Bein streckt sich - der Fuß ist wie eine "Sichel" geformt, sprich die Fußspitze ist angezogen - so trifft dieser Angriff das Standbein des Gegners, hebt dieses leicht an, so dass es den Halt verliert, und schleudert es weg, sodass der Gegner spontan zu Boden fällt!

Abb. 18 - ‘Sou Tong Toi’ = Der tiefe Beinfeger (wörtl. „die Halle fegender Tritt“)


Der gesamte Körper dreht sich seitlich ein und "schwingt herum" - das Bein streckt sich - die Fußspitze ist angezogen - so trifft dieser Angriff das Standbein des Gegners, so dass das Standbein des Gegners den Halt verliert und der Gegner wieder zu Boden fällt.

 

Die wichtigsten Handtechniken und Würfe

Abb. 19: ‘Tong Choy’ Tong Chui
統捶 - Gerader Fauststoß
Abb. 20: ‘Huen Choy’ - Quan Chui
圈捶 - Seitlicher Armschwinger
Abb. 21: ‘Bang Choy’ - Beng Chui
崩捶 - Faustrückenschlag
Abb. 22: ‘Bek Choy’ - Pi Chui
劈捶 - Hammerfaust
Abb. 23: ‘Deng Tzì Choy’ - Ding Qi Chui
頂臍捶 - Tiefer seitlicher Schlag
 Abb. 24: ‘Tip Chou’ - Tie Zhou
貼肘 - Ellenbogenstoß
Abb. 25: ‘Fung Tong Choy’ - Feng Tong Chui
  封統捶 - Fassender Schlag
Abb. 26: ‘Tso Choy’ - Cuo Chui
挫捶 - Aufwärtshaken
Abb. 27: ‘Diu Sao’ - Diao Shou
刁手 - Mantishand
Abb. 28: ‘Yam Cham Cham Miu’ - Yin Zhen Zhan Yao
引針斬腰  - Die Nadel ziehen, um die Niere zu durchschlagen
Abb. 29: ‘Sien Fung Sao’ - Shan Feng Shou
扇風手 - Mit der Hand Luft fächern

Die Grundlage aller effektiven Handtechniken ist ein stabiler Stand, nur so kann die Kraft der verschiedenen Muskelgruppen synchronisiert und fokussiert werden. Alle Schläge werden nicht nur aus dem Arm heraus ausgeführt, sondern die Kraft der Stellung wird ebenfalls genutzt.

Abb. 19 - Tong Choy’ = Der gerade Fauststoß


Meist nach einem Block wird dieser
Schlag durch eine Streckung des Armes ausgeführt. Der Faustrücken wird dabei nach oben gedreht. Dieser Fauststoß bohrt sich regelrecht "in" den Gegner.

Abb. 20 - ‘Huen Choy’  = Der gestreckte seitliche Armschwinger (wörtl. „kreisender Schlag“)


Dieser Schlag wird mit gestrecktem Arm, schwungvoll von der Seite kommend, zur gegnerischen Schläfe ausgeführt (Hirnhauptschlagader). Getroffen wird mit den Knöcheln. Die Energie ist die Summe von: Armstreckung, Oberkörperkraft, Schulterkraft, Vorwärtsbewegung und Hüftdrehung.

Abb. 21 - ‘Bang Choy’  = Der Faustrückenschlag (wörtl. „vernichtender Schlag“)


Dieser Faustrückenschlag wird in einer schnellen senkrechten Kreisbewegung des Unterarms ausgeführt und ist daher kaum noch abzuwehren. Dieser Schlag wird meistens gegen den Kopf des Gegners ausgeführt.

Abb. 22 - ‘Bek Choy’  = Die Hammerfaust  (wörtl. „hämmernder Schlag“)


Dieser Schlag wird von vorne und oben gleichzeitig ausgeführt und zerstört z. B. das Schlüsselbein oder den Hals des Gegners.

Abb. 23 - ‘Deng Tz’i Choy’ = Der tiefe, seitliche, gerade Fauststoß (wörtl. „Schlag, der den Nabel spaltet)


Die Energie des Stellungswechsel zur "Ma Bo" wird in direkter Linie zum Gegner geleitet. Dieser Schlagt wird auch gegen das Herz des Gegners geführt.

Abb. 24 - ‘Tip Chou’ = Der Ellenbogenstoß  (wörtl. „den Ellenbogen anbringen“)


Aufgrund der kurzen Entfernung von der Schulter zum Ellenbogen wird die Kraft des gesamten Körpers in die harte Ellenbogenspitze geleitet. Diese Technik, welche nur auf kürzeste Distanz einzusetzen ist, hat eine verheerende zerstörerische Wirkung.

Abb. 25 - ‘Fung Tong Choy’ = Der fassende gerade Schlag


Bei dieser Technik wird ein gegnerischer Schlag wieder zunächst geblockt, sprich seitlich umgeleitet, sodass wir nicht mehr in der "Linie des Schlages" sind. Wir blocken mit dem vorderen Arm, da dieser dem Gegner und damit dem ankommenden Schlag am nächsten ist (Zeitvorteil). Nachdem der gegnerische Schlag geblockt wurde, und wir erst einmal aus der unmittelbaren Gefahr sind "k. o." - geschlagen zu werden, nutzen wir den durch den Block hergestellten Kontakt. Da wo wir den Arm geblockt haben, fassen wir sofort kräftig zu und ziehen den gegnerischen Arm an uns vorbei. Dies geschieht nicht gegen die Kraft, die Energie des Gegners, sondern mit der Kraft des Gegners. D. h. unser Gegner bringt uns Kraft und Schwung entgegen. Nach dem Umleiten dieser Kraft, um uns selbst außer Gefahr zu bringen, nutzen wir diese Kraft und den Schwung aus und ziehen den Gegner so noch weiter an uns heran. Während unser Gegner nun (gegen seinen Willen) auf uns zu kommt, führen wir mit dem anderen Arm einen Fauststoß aus. Das Kreuz (die Schultern) agieren hier wie die Achse eines Wagens, so verstärkt der Zug des einen Armes den Schlag des anderen Armes.

Abb. 26 - ‘Tso Choy’ = Der von unten kommende Schlag (wörtl. „runterdrückender Schlag“)


Dieser Schlag wird (nach einem Blick nach unten) in einer geraden Linie von unten noch oben ausgeführt (ist damit des Gegenstück zum "Bang Ch’oi"). Dieser Schlag wird z. B. gegen das gegnerische Kinn oder den Solarplexus ausgeführt .

Abb. 27 - ‘Diu Sao’ = Der Mantisgriff (wörtl. „trickreiche Hand“)


Bei dieser Technik wird ein gegnerischer Schlag zunächst wieder geblockt, sprich seitlich umgeleitet, sodass wir nicht mehr in der "Linie des Schlages" sind. Wir blocken mit dem vorderen Arm, da dieser dem Gegner und damit dem ankommenden Schlag am nächsten ist (Zeitvorteil). Nachdem der gegnerische Schlag geblockt wurde, und wir erst einmal aus der unmittelbaren Gefahr sind "k. o." - geschlagen zu werden, nutzen wir den durch den Block hergestellten Kontakt. Da wo wir den Arm geblockt haben, fassen wir sofort kräftig zu und ziehen den gegnerischen Arm an uns vorbei. Dies geschieht nicht gegen die Kraft, die Energie des Gegners, sondern mit der Kraft des Gegners. D. h. unser Gegner bringt uns Kraft und Schwung entgegen. Nach dem Umleiten dieser Kraft, um uns selbst außer Gefahr zu bringen, nutzen wir diese Kraft und den Schwung aus und ziehen den Gegner so noch weiter an uns heran. Während unser Gegner nun (gegen seinen Willen) auf uns zu kommt, führen wir weitere Techniken aus.

Abb. 28 - ‘Yan Cham Cham Miu’ = Das Fassen, Ziehen und Werfen mit Handkantenschlag


Diese Technik wird immer als eine Folgetechnik durchgeführt (z. B. nach einem Au – Lau – Tsai). Der Arm des Gegners wird gefasst und weggedrückt. Durch das Einnehmen der Stellung "Tsat Hsing Bo" wird das gegnerische Bein am Boden fixiert. Wenn nun die eigene Hüfte gedreht wird, verliert der Gegner sein Gleichgewicht. Gleichzeitig "verdreht" sich der Gegner, sodass seine Niere frei liegt, "effektiv" wie unser Stil nun mal ist, führen wir natürlich einen Handkantenschlag gegen die Niere unseres Gegners aus. Die daraus resultierenden Schmerzen sollten unserem Gegner die Lust auf eine Auseinandersetzung nehmen, was uns die Möglichkeit einer freundlichen Verabschiedung gibt.   ;-)

Abb. 29 - ‘Sien Fung Sao’ = Die Klauentechnik ('Wurf' oder 'Zerstörung des gegnerischen Knies')


Der vordere Arm fasst den schlagenden Arm des Gegners. Das hintere Bein schwingt herum und wird gestreckt (gegen das Knie des Gegners oder hinter den Gegner gestellt) "Tong Ta Bo". Die andere Hand formt die Klaue und schwingt dem Kopf des Gegners entgegen. Wenn der Gegner nun versucht diese Attacke zu blocken, schwingt der Ellenbogen (samt Klaue) herum und attackiert den Gegner unerwartet auf der anderen Seite. In dieser Attacke addieren sich die Kraft der Stellung, der Hüfte, des Oberkörpers, der Schultern, des Armes und der eigentlichen Klaue - mehr muss wohl nicht mehr gesagt werden...   ;-)